1. April 2018

Hin und wieder gelingt es mir tatsächlich, Neuigkeiten von epischen Ausmaßen zu entdecken. So auch heute: Angesichts eines Gewerbesteuerausfalls in Höhe von ca. sechs Millionen Euro und eines dadurch heftigst klaffenden Haushaltsslochs hat die Gemeinde Jemgum eine ungewöhnliche Entscheidung getroffen: Sie verkauft den Ditzumer Hafen an einen Investor.

Mir sind als geheim eingestufte und deshalb bislang nicht veröffentliche Bilder zugespielt worden, die diese Meldung bestätigen. Sie zeigen die anstehenden Veränderungen im Hafen und am Außenanleger als Konzeptstudien.

Über den Investor ist bislang nicht viel mehr als ein Name bekannt: Hinnerk Gnurpsel. Der offenbar finanzstarke Gnurpsel kauft den Ditzumer Hafen, der danach 'Hinnerk Gnurpsel-Hafen' heißen wird, für eine noch unbekannte Summe. Der Ditzumer Außenanleger ist im Kauf inbegriffen und wird zum 'Hinnerk Gnurpsel-Anleger' werden.

Voraussetzung der Investition ist es, dass der Investor das Gebäude Am Hafen 1, das bislang von SV Boreas und Ditzumer Verkehrsverein genutzt wird, als Wohnhaus beziehen kann. Dabei wird Gnurpsel mit seiner Gattin den ersten Stock und das Dachgeschoss bewohnen; seine Schwiegereltern werden das in Herbst und Winter hin und wieder von Hochwasser heimgesuchte Erdgeschoss beziehen. Zum Glück seien seine Schwiegereltern wasserfest, so Gnurpsel.

Wo in Zukunft Verkehrsverein und SV Boreas untergebracht werden, ist noch unklar. Die Nutzung des Hafens durch Fischer, Segler, Fähre und Touristen sei sichergestellt, versichert die Gemeinde Jemgum. Lediglich am Geburtstag der Gnurpselschen Schwiegermutter sei die Nutzung der als 'Rentnerbank' bekannten Bank vor dem Gebäude Am Hafen 1 nicht möglich.

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