11. Mai 2019

Meine Wetter-App hat, zumindest für heute, Recht behalten. Es war ein traumhafter Tag, zwar kühl, aber ansonsten herrlich: Sonne, Wind und meine Lieblingswolken.

Wir sind heute bis zum Schöpfwerk in Pogum gelaufen, also ein gutes Stück mehr als gestern. Mein Rücken ist zwar immer noch nicht in Topform, aber es ist einfach zu schön draußen, um sich davon bremsen zu lassen. Den Rest des Tages muss ich ja nichts machen; ich habe es so gut.

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Morgen habe ich Geburtstag; ich werde 60. Als ich jung war, fand ich (wie jeder junge Mensch) Menschen mit 60 uralt; heute sehe ich das logischerweise völlig anders. Dass die Zeit, die noch vor mir liegt, kürzer ist als die Zeit, die ich schon gelebt habe, ist ja schon länger so und ich finde es völlig in Ordnung – das ist der Gang der Dinge. Ich liebe das Leben und würde furchtbar gerne 90 und mehr werden (aber nur mit Dieter an meiner Seite); wenn der liebe Gott aber beschließt, dass es übermorgen vorbei ist, ist es auch gut.

Ich habe so ein wunderschönes Leben und es gibt nichts, was ich unbedingt noch machen möchte. Ich bin wirklich, um diese Plattitüde zu benutzen, wunschlos glücklich. Die Menschen, die mir wichtig sind, wissen was sie mir bedeuten; es gibt nichts, was ich noch geraderücken oder (er)klären müsste. Ich habe vor langer Zeit beschlossen, nichts ungeklärt und ungesagt zu lassen und das war ein sehr guter Entschluss.

Ich habe und hatte schon immer schrecklich gerne Geburtstag, dabei machen wir nie etwas Besonderes; unsere Geburtstage sind immer Tage wie alle anderen, was für mich das Schönste ist – ich liebe unseren Alltag zu zweit. Geschenke gibt es auch nie; mein Geschenk des Lebens sitzt neben mir.

Ich freue mich also schon seit Tagen auf morgen, aber eigentlich freue ich mich auf jeden Tag, auch wenn ich nicht Geburtstag habe. Ich finde es wirklich schön, alt zu werden, und bin stolz auf jedes Lebensjahr, das dazu kommt.