12. April 2016 – Gedanken

Es gibt Ereignisse, die sind für liebende Angehörige und Freunde so furchtbar, dass man es gar nicht in Worte fassen kann. Heute hat sich die Hoffnung einer Familie aus unserer Region zerschlagen, ihren Angehörigen, der seit Monaten vermisst war, lebend wiederzusehen.

Ich stand im schönsten Sonnenuntergang auf dem Deich, im Kopf ein grauenhaftes Bild vom Fundort des Vermissten, das ich im Internet gesehen hatte – lieber hätte ich es nicht gesehen. Ich frage mich, warum ein solches Bild veröffentlicht wird; es ist für Angehörige und Freunde extrem quälend, hat aber keinerlei öffentlichkeitsrelevanten Informationswert. Gleichzeitig malte die Natur den Himmel bunt und die Stimmung auf dem Deich war wunderbar friedlich. Einen größeren Kontrast kann es gar nicht geben.

Ich kannte den Vermissten nicht und kenne auch seine Familie und Freunde nicht. Meine Gedanken sind trotzdem bei ihnen. Die Bilder sind ein stiller Gruß verbunden mit dem Wunsch, dass die Menschen, denen heute alle Hoffnung genommen wurde, ins Leben zurück und wieder Ruhe und Frieden finden werden.

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12. April 2016