12. Januar 2017

Wir haben insgesamt sieben kleine Lämmchen und schon wieder Hochwasser. Deshalb gibt es einen Haufen Bilder und noch mehr Text, weil ich Euch schon länger erzählen wollte, was ich eigentlich so mache, wenn ich nicht draußen bin, fotografiere oder am Ditzum-Blog bastele. Heute setze ich es in die Tat um.

Zuerst muss ich mich entschuldigen, dass der Beitrag erst so spät kommt. Es ist auch einer der ganz wenigen Tage, an dem ich keine Bilder zum NDR geschickt habe; ich habe es einfach nicht geschafft. Wir waren nämlich nach dem Spaziergang noch unterwegs und sind (für unsere Verhältnisse) erst ziemlich spät nach Hause gekommen. Jetzt ist es schon zehn nach neun Abends und ich fange dann mal langsam an zu schreiben.

Eigentlich haben wir im Moment sehr unschönes Wetter. Es ist nicht richtig kalt, aber sehr windig und deshalb doch kalt; dazu ist es meist sehr nass von oben und trübe. Das bisschen Sonne, das hin und wieder am Himmel erscheint, müssen wir natürlich ausnutzen und sind deshalb heute, allerdings erst im späteren Vormittag, losgezogen.

Die kleinen Lämmchen haben mit ihren Müttern die Mutter-Kind-Weide verlassen und sind jetzt am Deich auf Entdeckungsreise, allerdings noch getrennt von den anderen Schafen. Sie sind so goldig und man sieht genau, welche Lämmchen Geschwister sind, auch in ihrem Verhalten.

Hochwasser hatten wir auch wieder, ca. 1,50 m über normal. Wir sind extra genau zum Scheitelpunkt der Flut draußen gewesen; wie es es aussah, seht Ihr auf den Bildern. Diese kommen jetzt und darunter dann das, was ich Euch erzählen wollte.

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Jetzt kommt dann ein kleines Geständnis. Bisher habe ich es ja nicht verraten, weil man irgendwie oft schief angeguckt wird, wenn man im deutlich fortgeschrittenen Alter ein Computerspiel spielt. Aber ich tue es. Und zwar seit nunmehr fast 14 Jahren immer das gleiche Spiel: Die Sims. Gut, wir sind inzwischen bei der vierten Generation des Spiels angekommen (Sims 4), aber das Spielprinzip hat sich praktisch nicht verändert und ich liebe es einfach. Es ist eine Mischung aus Echtzeit-Strategie und Lebenssimulation; ich sage immer, es ist wie ein Puppenhaus am PC.

Man gestaltet Sims (das sind die Spielfiguren), baut ihnen Häuser und ein Umfeld und begleitet sie durch ihr durchaus abwechslungsreiches Leben. Es gibt keine vorgegebenen Ziele, die man erreichen muss, man wird nie fertig und man kann spielen, was und wie man möchte, und das macht für mich so schön. Es ist ein reines PC-Spiel, kein Online-Spiel, und man spielt es alleine, nur für sich.

Natürlich war es Dieter, der das Spiel entdeckt hat und meinte, das wäre doch genau das richtige für mich – und er hatte Recht. Ich mag, dass man selber Simse und Grundstücke basteln kann und das schöne ist, dass man sie für andere Spieler als Download bereit stellen kann; das ist von EA, dem Spieleentwickler, so vorgesehen. Ich wollte das auch und so bin ich mit der Hilfe einer lieben Freundin, die ich über die Simse kennen gelernt habe, zu meiner ersten Homepage gekommen, die damals 'Dieter und Ursula' hieß und Downloads für Sims 2 hatte.

Über die Simse bin ich also zum Homepagebasteln gekommen; ich habe mir css, html, php und vieles andere beigebracht, weil ich keinen Homepagebaukasten benutzten wollte – die sahen damals alle gleich aus. Bald hatte ich einen eigenen Server und einige Jahre auch einen kleinen Hosting-Service, wo ich Seiten von anderen Simsspielern gehostet und betreut habe und es hat mir einen Riesenspaß gemacht.

'Dieter und Ursula' hatte ich inzwischen geschlossen und 'Simposium' gegründet, meine neue Simsseite. Sie entwickelte sich rasant und wurde immer größer; ich hatte teilweise über tausend Besucher aus aller Welt pro Tag zu Besuch. Ich hatte nicht nur Downloads, sondern auch Tutorials im Angebot, inzwischen für Sims 3. Natürlich war alles kostenlos und man musste sich auch nicht registrieren, um downloaden oder lesen zu können. Den Hosting-Service hatte ich eingestellt; er forderte zu viel Zeit und ich hatte auch keine Lust, meine Zeit mit unfreundlichen Kunden zu verbringen, die mehr und mehr dazu kamen; auf die Einnahmen habe ich dann lieber verzichtet.

Dann kam Ditzum in unser Leben und meine Interessen verlagerten sich deutlich. Vorher hatte es in meinem Leben keine Fotografie gegeben; das erste Foto habe ich am Ortseingangsschild in Ditzum gemacht. Ich gründete den Ditzum-Blog. Das ging sehr zu Lasten der Simserei und ich habe Simposium nach fast zehn Jahren geschlossen und auch nur noch ab und zu Sims gespielt.

Auf dem Weg des Ditzum-Blogs begleitet Ihr mich ja jetzt schon seit fast vier Jahren und ich möchte ihn und Euch nie wieder missen. So ganz ohne Simsseite fehlte mir dann aber doch was, und so habe ich eine neue, ganz kleine Simsseite aufgemacht, die ich Deichschaf Sims 4 getauft habe. Wenn Ihr mal gucken möchtet: Hier geht’s lang. Ich habe also den Ditzum-Blog und Deichschaf Sims 4. Jetzt ist es raus. Ich hoffe, Ihr mögt mich trotzdem noch.

Bisher habe ich den Ditzum-Blog und meine Simsseite streng getrennt, auch bei Facebook; ich habe zum Beispiel keine Freundschaftsanfragen von anderen Simsspielern angenommen, damit es nicht auffällt, dass ich Sims spiele. Das finde ich inzwischen albern; ich bin ich und ich mag einfach verschiedene Dinge, so wie die meisten anderen Menschen auch.

So, jetzt werde ich noch die Bilder vertexten und dann den Beitrag veröffentlichen; inzwischen ist es zehn vor zehn. Aber ich schaffe es heute noch, versprochen.