Kühle Sommertorte

Veröffentlicht am 12. Juli 2014

Gestern habe ich für Dieter und mich eine erfrischende Sommertorte gemacht, eine Abwandlung des klassischen Frischkäse-Torten-Rezeptes von Philadelphia. Einer lieben Bekannten, die heute bei dem Wetter arbeiten muss, habe ich eben zwei Stücke der Torte gebracht; sie hat sich kurz darauf gemeldet und gefragt, ob sie wohl das Rezept haben könne. Bitteschön, hier kommt es.

Die Torte ist einfach und ohne Backen zuzubereiten; alles, was es braucht, ist genug Platz im Kühlschrank. Das Originalrezept habe ich so abgewandelt, dass die Torte etwas leichter und fruchtiger ist.

Kühle Sommertorte à la Ursula

Kühle Sommertorte à la Ursula - 12. Juli 2014

150 g Löffelbisquits
125 g Margarine
1 kleine Dose Pfirsche
75 ml vom Saft der Dosenpfirsiche
75 ml Wasser
Saft von einer großen Zitrone
75 g Zucker
1 Päckchen gemahlene Gelatine
2 Becher Magerjoghurt (insgesamt 300 g)
2 Päckchen fettarmer Frischkäse (insgesamt 350 g)
Eine mit Backpapier ausgelegte Springform

Das Schwierigste an der Torte ist es, die Löffelbisquits zu Bröseln zu verarbeiten. Angeblich geht es, indem man die Biquits in einen Tiefkühlbeutel packt und dann mit dem Nudelholz (wahlweise Holzammer) bearbeitet; bei mir platzt dann allerdings immer die Tüte und ich habe die Brösel gleichmäßig auf dem Küchenboden. Deshalb mache ich das mit dem Mixstab; ich zerbreche die die Löffelbisquits und mahle sie dann mit dem Mixstab. Das Gefäß dabei unbedingt abdecken, sonst gibt auch das Brösel auf Küchenboden.

Die Margarine in einem Topf schmelzen und in flüssigem Zustand mit den Bisquitbröseln verkneten; das geht sehr gut mit den Knethaken des Mixers. Die Masse auf dem Boden der Springform verteilen; das geht am Besten mit einem Mini-Nudelholz oder einfach den Handflächen. Die Springform samt Bröselboden in den Kühlschrank stellen.

Die Pfirsiche abtropfen lassen (75 ml Saft auffangen!), in Stückchen schneiden, den Zitronensaft dazu geben und mit dem Mixstab pürieren. Joghurt und Frischkäse dazu geben und alles mit dem Mixer gut verrühren.

75 ml Pfirsichsaft und 75 ml Wasser in einen Topf gießen und die gemahlene Gelatine unterrühren. Zehn Minuten stehen lassen, damit die Gelatine quellen kann. Danach 75 g Zucker dazu schütten, mit der Gelatine-Wasser-Pfirsichsaft-Pampe vermischen und das Ganze sanft unter Rühren erhitzen (nicht kochen!), bis die Gelatine und der Zucker sich aufgelöst haben. Das merkt man daran, dass die Mischung sehr flüssig ist und keine Zuckerkristalle mehr zu sehen sind.

Jetzt in die eine Hand einen Schneebesen nehmen, die Schüssel mit der Pfirsch-Joghurt-Frischkäse-Masse vor sich hin stellen und mit der anderen Hand die warme Gelatine-Masse aus dem Topf langsam hinein gießen, dabei ständig mit dem Schneebesen umrühren. Wenn alles sehr gut und gleichmäßig vermischt ist, die Springform aus dem Kühlschrank holen, die Pfirisch-Joghurt-Frischkäse-Gelatine-Masse auf den Bröselboden gießen, das Ganze mit Alufolie abdecken und wieder in den Kühlschrank stellen.

Im Originalrezept steht, dass drei Stunden im Kühlschrank reichen, damit die Torte schnittfest wird. Meine Erfahrungen haben allerdings ergeben, dass man nach drei Stunden die Torte idealerweise per Löffel aus dem Suppenteller verspeist. Damit die Torte wirklich schnittfest ist, braucht sie mindestens die doppelte Zeit, also sechs Stunden. Am Besten ist es, wenn man ihr eine Nacht im Kühlschrank gönnt.

Danach ist sie schnittfest, herrlich kühl, ein bisschen zitronig, nicht zu süß und sehr erfrischend.

Guten Appetit.