15. Oktober 2017

Inzwischen sind sogar meine Lieblingsbäume, die Pappeln in Pogum, herbstlich gelb und das steht ihnen so gut. Ihre Blätter haben heute vor dem blauen Himmel eines perfekten Spätsommersonntags wunderbar warm geleuchtet.

Wir waren um kurz vor zehn draußen; wählen gehen mussten wir nicht, weil wir das schon per Briefwahl erledigt hatten (wir haben heute Landtagswahlen) und konnten deshalb sofort loslaufen. Es war absolut paradiesisch: Noch ganz ruhig, ein bisschen dunstig, fast keine Windgeräusche, aber viele Vogelstimmen und dazu um zehn die Kirchenglocken – einfach traumhaft.

In Pogum war ein bisschen mehr Wind und die Pappeln rauschten leise; das ist das einzige, was mir in unserem Zuhause manchmal fehlt: Nachts im Bett liegen und die Bäume rauschen hören – um uns rum gibt es keine. Das war das Schönste bei meiner Oma in der Eifel: Abends unter einem dicken Federbett bei offenem Fenster den Bäumen zuzuhören.

Die Oma gibt es schon lange nicht mehr, Federbetten auch nicht (zumindest nicht in meinem Leben, weil ich gegen Bettfedern allergisch bin), nur das Baumrauschen ist noch da. Wahrscheinlich laufe ich deshalb immer so gerne nach Pogum.

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