16. September 2016

Es wird so langsam ernst. Das Emssperrwerk ist zwar noch offen, aber morgen soll es um 13:30 Uhr geschossen werden. Dann wird 25 Stunden lang gestaut und wenn alles klappt, kann die Genting Dream dann los fahren. Insgesamt sind 37 Staustunden (drei Tiden) geplant. Wenn Ihr wissen möchtet, woher ich diese tollen Infos habe: Hier (Link entfernt, da die entsprechende Seite nicht mehr verfügbar ist) gibt es sie – und einiges Interessantes mehr.

Gestern hatte ich im frühen Abend einen kleinen Fotoauftrag im Hafen, der sehr schön war, weil das Licht alles wunderbar warm leuchten lies. Außer den Auftragsbildern habe ich auch zwei Hafenbilder gemacht, die ich Euch noch schulde; sie kommen zuerst.

Heute war das Wetter vollkommen anders und es ist deutlich kühler geworden. Ich bin extra heute nochmal um die gleiche Zeit raus gegangen und ich finde, man sieht den Unterschied zu den Bildern von gestern sehr deutlich. Wenn ich aber ehrlich bin, muss ich sagen, dass ich eigentlich nur raus gegangen bin, damit ich ein paar Fotos für einen neuen Beitrag habe; ich muss Euch nämlich unbedingt was erzählen.

Mein Großer ist Schiffsbauingenieur und arbeitet für ein Unternehmen in Hamburg. Für dieses Unternehmen war er die letzten zweieinhalb Tage in Papenburg, bei der Meyer Werft. Sein Besuch dort hatte nichts mit der Genting Dream zu tun, aber er dufte sie zusammen mit dem Projektleiter des Schiffes ausführlich von oben bis unten besichtigen. Wirklich alles, bis auf den Maschinenraum. Ist das nicht klasse?

Er meinte, es wäre schon erstaunlich, wie unterschiedlich Schiffe aussähen und ausgestattet wären, je nachdem, ob sie für den asiatischen, den amerikanischen oder den europäischen Markt gedacht wären. Er hat ganz viel erzählt, unter anderem, dass die Genting Dream voller Unterhaltungselektronik und im Grunde ein schwimmendes Casino wäre; es gäbe zum Beispiel hunderte von Einarmigen Banditen überall und auf dem schönsten Sonnendeck einen riesigen Flachbildschirm, der eigentlich die Aussicht verdeckt, aber von den Gästen wohl zu Unterhaltungszwecken auch beim Sonnenbad gewünscht wird. Verrückt, oder? Für ein Schiff in europäischen Gewässern wäre das ziemlich undenkbar.

Jetzt möchte ich das Schiff natürlich erst recht gerne sehen, wenn es vorbei kommt. Ich weiß natürlich, dass das eigentlich ein bisschen albern ist, aber für mich ist es etwas ganz Besonderes zu wissen, dass mein Sohn dort schon an Bord war.

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