21. August 2017 – Unsere neue Glocke Teil 3

Es ist Montag und die Aufregung des Wochenendes hat sich gelegt. Vor dem Gemeindehaus liegt das kleine Festzelt in der Sonne zum Trocknen und in der Kirche steht unsere neue Glocke und wartet auf ihren Einsatz.

Ich bin heute morgen losgezogen, um die Glocke zu fotografieren und zu gucken, ob es am Gemeindehaus noch Spuren des Glockengießerteams um Simon Laudy, der Glockengeburt und des Glockenfestes gibt. Es war wie immer Montags in Ditzum: Ruhig, friedlich und wunderschön; habe ich schon mal erwähnt, dass ich Montage liebe?

Die Wiese am Gemeindehaus war verlassen; ein bisschen durch die unglaubliche Hitze des Schmelzofens vertrockneter Rasen ist das einzige, das noch an ihn und das Gießen der neuen Glocke erinnert. Die Kirchentür war verschlossen, womit ich gar nicht gerechnet hatte; normalerweise ist sie von Beginn der Osterferien bis zum Ende der Herbstferien tagsüber immer offen.

Dank Ursula, die Ihr ja schon aus dem letzten Beitrag kennt, bin ich später doch noch in die Kirche gekommen; sie hat nämlich einen Schlüssel. Ich muss gestehen, dass ich mir die Glocke viel größer vorgestellt hatte, aber lange nicht so schön. Sie sieht wunderbar filigran aus und Herr Laudy, der Glockengießer, hat ihr ein sehr schönes Lilienrankenmuster gegeben.

Zwischen den Ranken stehen zwei Sprüche: 'Ora et Labora' (Bete und arbeite) und 'Meine Zeit steht in Deinen Händen'; dazu noch 'Anno 2017' in römischen Ziffern. Geschmückt wird die Glocke von einem Abbild unseres Kirchturms, in dem sie läuten wird. Ein zweites Element auf der anderen Seite der Glocke konnte ich leider nicht genau sehen und auch nicht fotografieren, weil die Glocke mit diesem Element Richtung Wand stand.

Jetzt wartet die Glocke in der Kirche unter der Kanzel darauf, dass die Sanierungsarbeiten am Kirchturm abgeschlossen werden und sie ihren vorgesehen Platz einnehmen und uns mit ihrem warmen Ton die Stunden schlagen kann. Ich freue mich riesig darauf.

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