Unsere schöne Kirche mal aus einer anderen Perspektive. - 21. Dezember 2019

21. Dezember 2019

Eigentlich (das wird heute ein Beitrag mit vielen eigentlichs) wollten wir nur kurz was an zwei Stellen im Dorf abgeben, mal am Wohnmobilplatz gucken und dann durch den Hafen wieder nach Hause laufen; es sah nämlich ziemlich grau und unfreundlich draußen aus. Knappe drei Stunden später hatten wir 7,6 km auf der Uhr, total müde Beine und einen wunderschönen Spaziergang hinter uns. Aber alles der Reihe nach.

Angefangen hat es eigentlich vorgestern, da waren wir in Leer mit lieben Bekannten verabredet, für die ich Fotos machen sollte. Wer uns kennt weiß, dass es eine kleine Sensation ist, wenn wir nach Leer fahren – das letzte Mal waren wir Anfang April dort. Dementsprechend sind wir sehr zeitig losgefahren (es ist ja eine kleine Weltreise bis Leer) und waren natürlich viel zu früh an Ort und Stelle. Wir haben deshalb nach Absprache mit unseren Bekannten beschlossen, erst noch dem Multi einen Besuch abzustatten; dort waren wir vor geschätzten zwei Jahren das letzte Mal.

Könnt Ihr Euch noch an mein Gejammere wegen meiner Winterjacke erinnern? Ich hatte mich zwar wieder an sie gewöhnt, aber glücklich war ich mit ihr nicht. Ich wollte eigentlich gerne eine Winterjacke von der Marke haben, von der die helle Übergangsjacke ist, die ich seit fast acht Jahren trage; ich hatte im Internet auch viele Jacken der Marke gefunden, aber irgendwie konnte ich mich zu nichts entscheiden.

Im Multi gibt es einen Klamottenladen von für uns schier unfassbaren Ausmaßen. Dort wollten wir, wo wir schon mal da waren, eigentlich für Dieter zwei T-Shirts kaufen. In der Herrenabteilung habe ich dann einen Ständer mit Jacken von meiner Wunschmarke entdeckt; auf meine Frage, ob es Jacken dieser Marke auch für Damen gäbe, wurden wir einmal quer durch den Laden geschickt und ich war im Himmel – drei Ständer voll mit richtig toller Auswahl und das auch in großen Größen. Langer Rede kurzer Sinn: Ich habe eine neue Winterjacke meiner Wunschmarke und bin selig. Sie ist warm und kuschelig, gemütlich und bequem, sie steht mir und auch Dieter gefällt sie sehr gut. Und sie nicht nicht schwarz, sondern dunkelblau – hurra!

Zuhause haben wir die noch gar nicht so alte Vorgängerwinterjacke sofort ausgemustert und dann habe ich darauf gewartet, die neue Jacke einweihen zu können.

Diese Gelegenheit kam heute morgen, weil wir, wie schon oben erzählt, im Dorf was abgeben und dann eine Mini-Runde drehen wollten. Die Wetterapp auf meinem Handy hatte angekündigt, dass es sehr wolkig, aber trocken sein würde und eigentlich hat sie meistens recht. Heute allerdings lag sie völlig daneben. Es war wirklich sehr wolkig, aber nur am Anfang; nach und nach verschwanden die grauen Wolken und es wurde ein herrlich sonniger Wintertag.

Als wir im Hafen waren, von wo aus wir eigentlich geplant hatten, wieder nach Hause zu gehen, haben wir beschlossen, noch zum Außenanleger zu laufen. Dort haben wir dann das Schöpfwerk angepeilt und als wir dort waren, war Pogum auch nicht mehr weit; es war viel zu schön draußen, um schon nach Hause zu gehen. Letztendlich sind wir bis zum Diekshörn gelaufen und hintenrum durch die Felder zurück – und das alles in der neuen Winterjacke, in der ich mich pudelwohl gefühlt habe. Den Rest des Tages laufe ich allerdings möglichst wenig; ich kann nämlich nur noch schlurfen.

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Die T-Shirts für Dieter haben wir übrigens auch gekauft.