23. Februar 2019

Die Sonne klettert täglich ein bisschen höher und die Farben werden immer frühlingshafter. Morgens hört man die ersten Vögel zwitschern, an den Bäumen erscheinen die ersten Knospen und ich möchte bitte, bitte keinen Winter mehr. Das Frühlingsgefühl, das sich draußen breit macht, ist so verlockend und schön.

Ich war heute ganz mutig ohne Leggings unter den Jeans draußen; das war zwar noch ein bisschen gewagt (sprich: kühl an der Sitzfläche), aber wir hatten beide keine Lust, uns groß umzuziehen vor dem Rausgehen. Das ist das Herrliche, wenn die Temperaturen steigen: Man muss nicht erst den halben Kleiderschrank anziehen, ehe man loslaufen kann.

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In ein paar Tagen bekommen wir Besuch von unserem jüngeren Sohn und seiner (für uns noch neuen) Freundin. Wir freuen uns wie verrückt, sind aber natürlich auch ein bisschen gespannt und aufgeregt.

Ich liebe meine Söhne heiß und innig und habe sie dazu erzogen, ein eigenes und selbständiges Leben zu leben, ohne sich von Erwartungen – von wem auch immer – beeinflussen zu lassen; es ist nichts schlimmer, als wenn ein junger Mensch Erwartungen hinterherlebt (hinterherleben muss), die ihn in ein Leben drücken, das gar nicht seins ist.

Meine Jungs gehen ihren Weg auf ihre eigene Art und Weise und ich würde mich nie erdreisten, ihnen in irgendeiner Art reinzureden – ich möchte bitteschön ja auch nicht, dass sie sich in unser Leben einmischen. Wir haben tiefes Vertrauen zueinander und wissen, dass wir immer füreinander da sind (auch die Jungs untereinander); wenn sie sich für einen Menschen entscheiden, ist das eine gute Entscheidung, weil es IHRE Entscheidung ist, die sie bewusst getroffen haben. Und weil ich meine Söhne kenne weiß ich, dass wen auch immer sie mitbringen, wir immer auf liebenswerte Menschen stoßen werden.

Langer Rede, kurzer Sinn: Wir sind ganz gespannt auf das Menschenkind, das wir in ein paar Tagen kennen lernen werden. Wir wissen, dass sie in ihren jungen Jahren schon arg viel durchmachen musste und auch noch einiges Schwierige vor sich hat. Und natürlich machen wir uns Gedanken, wie sie uns finden wird – wir sind ja schon ein bisschen speziell und gewöhnungsbedürftig. Wir werden sie mit Sicherheit mögen, einfach schon deshalb, weil unser Sohn sie sich ausgesucht hat, und freuen uns auf die Zeit mit den Beiden.