29. Dezember 2016

Das Hochwasser ist Geschichte; der Wasserstand ist wieder ganz normal. Dafür hatten wir heute morgen dicken Nebel, der im Laufe des späten Vormittags einem wunderbaren Sonnentag Platz gemacht hat. Wir waren natürlich dabei.

Losgezogen sind wir noch im Nebel und Ihr werdet im Laufe der Bilder sehen, wie der Himmel zunehmend blauer und klarer wird. Es ist immer wieder faszinierend, wenn man das miterleben kann. Zwei dicke Überraschungen gab es auch: Die erste seht Ihr auf den Bildern und die zweite erzähle ich Euch jetzt.

Wir waren gerade am Schöpfwerk vorbei, als mein Smartphone blökte. Das ist sehr ungewöhnlich, weil eigentlich fast niemand meine Handynummer hat. Bis ich das Handy ausgepackt hatte, hatte der Anrufer aber schon wieder aufgelegt. Es war eine Nummer aus Oldenburg, wo wir niemanden kennen, aber ich habe natürlich trotzdem direkt zurückgerufen.

Gelandet bin ich bei einer sehr netten Redakteurin des NDR. Sie hat mir erzählt, dass Hallo Niedersachsen einen Bericht plant über die Menschen, die Wetterbilder einsenden. Ich würde die meisten Wetterbilder einschicken und meine Bilder wären (wenn sie es richtig wüsste) auch am öftesten zu sehen gewesen, deshalb wollten sie mich auf jeden Fall in dem Bericht haben. Dazu würde, wenn es bei mir passen würde, ein kleines Filmteam (ein Kameramann, ein Toningenieur und sie als Redakteurin) am kommenden Montag (2. Januar) nach Ditzum kommen und mit mir Dreharbeiten durchführen. Es sollte ein Bericht von ca. zwei bis drei Minuten werden, wozu sie einige Stunden brauchen würden. Sie wollte gerne zeigen, wie ich draußen Bilder mache und nach welchen Kriterien ich dann Zuhause entscheide, welche Bilder ich einschicke. Außerdem sollte ich erzählen, wie ich zum Fotografieren gekommen bin.

Ich war natürlich total geplättet und habe ihr gesagt, dass ich das unglaublich nett finde und mich sehr geehrt fühle, dass ich aber erst mal mit Dieter darüber sprechen muss und sie dann wieder zurück rufe. Mir war allerdings schon während des Telefonates klar, dass ich das zwar wirklich absolut unglaublich und toll finde, ich einem solchen Vorhaben aber überhaupt nicht gewachsen wäre – ich bin ja schon völlig geschafft, wenn es mehr als zweimal am Tag an unserer Haustür klingelt. Davon abgesehen hatte ich auch sofort das Gefühl, dass das einfach eine Nummer zu groß wäre und mir auch überhaupt nicht entsprechen würde. Wir leben so ruhig und zurück gezogen, was ich auch unbedingt brauche – das passt einfach nicht.

Dieter hat sich riesig für mich gefreut, aber er sah das zum Glück ganz genauso wie ich. Ich habe die Redakteurin also wieder angerufen und abgesagt, was sie sehr nett aufgenommen hat. Ich habe aber vergessen zu fragen, wann der Bericht kommt, den ich natürlich trotzdem unbedingt sehen möchte. Deshalb muss ich sie nochmal anrufen.

Nach den beiden Telefonaten war ich erst mal komplett durch den Wind; die letzten Tage ist so viel passiert (Wetterbild, Rheiderland Zeitung und jetzt das), dass ich das erst mal verdauen muss. Inzwischen geht es wieder einigermaßen, aber ich bin völlig überdreht und muss erst mal wieder bei mir ankommen. Deshalb kommen auch die heutigen Bilder so spät; ich hatte einen deutlich erhöhten Redebedarf und habe Dieter ein Ohr nach dem anderen abgekaut. Euch jetzt auch noch, aber ich wollte Euch das natürlich unbedingt erzählen.

Jetzt kommen aber endlich die Bilder, zusammen mit der zweiten Überraschung.

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