3. Januar 2019

Eigentlich hatte ich heute ziemlich schlechte Laune. Ich war in unserem Dorfsupermarkt einkaufen und hatte einen Laden mit arg leeren Regalen vorgefunden: Keine Eier, keine kleinen Wasserflaschen, fast kein Fleisch, ebenso wenig Wurst, leere Tiefkühltruhen, keine Kaffeepads und vieles andere fehlte auch.

Auf meine Frage, warum die Regale so leer wären, bekam ich an der Kasse die Antwort, dass die Inventur anstehe, was mich zu einer weiteren Frage brachte, nämlich ob denn dann am Montag die Regale wieder voll wären. Die verblüffende Antwort war: Nein, Inventur wäre nämlich erst am 19. und bis dahin würde wohl nichts mehr nachbestellt. Am 19.!!! In mehr als zwei Wochen! Ich habe dann noch gefragt, ob der Laden in Jemgum (zu dem unser Ditzumer Supermarkt gehört) genauso gut bestückt wäre, was die Damen bestätigten, auch dort stünde ja die Inventur an.

Wir Ihr wisst, halte ich große Stücke auf unseren Supermarkt und kaufe möglichst alles, was wir brauchen, dort ein. Zum einen, weil wir dann nirgendwo hinfahren müssen (was wir ja nicht gerne machen), zum anderen, weil der Supermarkt nicht überleben kann, wenn man nur Sonntags dort Brötchen holt. Aber das heute hat mich schlicht umgehauen; so habe ich es in den letzten fünf Jahren sonst am Jahresanfang auch nicht erlebt, obwohl es da sicherlich auch Inventur gab.

Ich war also nur mit einem halb abgestrichenen Einkaufszettel wieder zuhause angekommen und entsprechend ärgerlich, zumal es laut den Kassendamen ja wohl auch keinen Sinn hatte, nach Jemgum zu fahren. Die Aussicht in einen der großen Supermärkte nach Leer oder Weener zu müssen, fand ich furchtbar – ich mag große Supermärkte nicht. Zum Glück fand Dieter das nicht weiter schlimm; er meinte, er könnte sich auch von Nudeln ernähren (die gab es noch reichlich); unser Brot backen wir eh selbst und Vorräte haben wir ja auch.

Anstatt mich weiter zu ärgern, sind wir dann rausgegangen und das war eine ganz tolle Entscheidung. Es hat zwar immer wieder mal geregnet und die Kamera musste immer wieder zu Schutzzwecken in den Rucksack, weil sie nicht wasserdicht ist, aber das machte gar nichts. Es gab wunderbare Wolken, sogar einen leichten Regenbogen und insgesamt einen wunderschönen Spaziergang. Im späten Nachmittag gab es dann noch einen intensiven Sonnenuntergang; davon habe ich dann auch noch ein Foto gemacht.

Auf der Schafweide am Schöpfwerk war nur eine Schafmama mit ihren beiden Lämmern, die, von denen ich Euch schon mal berichtet habe. Ich habe so viele Fotos dort gemacht, dass es dazu bei den Bildern eine kleine Geschichte gibt. Leider sind viele der Bilder nicht sehr gut geworden (vor allem unscharf); ich stelle sie trotzdem online, weil sie einfach zu der kleinen Geschichte dazu gehören.

Jetzt ist meine Laune wieder gut und über den leeren Supermarkt ärgere ich mich auch nicht mehr. Vielleicht haben die Damen dort ja auch nur was falsch verstanden; ich kann mir nämlich im Leben nicht vorstellen, dass Herr Blank seinen Laden tatsächlich mehr als zwei Wochen nicht auffüllt. Ich werde auf jeden Fall berichten, wenn ich das nächste Mal dort war.

Ein Klick auf die Bilder öffnet sie in groß