3. Juli 2017

Es ist unglaublich: Das Jahr ist schon halb rum und die Tage werden auch schon wieder kürzer. Ich schreibe aber leider immer noch ständig 2016 statt 2017, auweia.

Bisher macht der Juli noch nicht so viel her, aber er ist ja heute auch erst drei Tage alt; er hat also noch einige Zeit, um sich zu berappeln. Heute morgen schien aber wenigstens die Sonne, so dass wir nach dem Frühstück und dem Anwerfen von Wasch- und Spülmaschine sofort losgezogen sind. Die Sonne ist eigentlich richtig intensiv, aber der Wind bläst so heftig und kalt, dass man unbedingt eine Jacke braucht. An windgeschützten Stellen ist es mit Jacke natürlich viel zu warm, aber davon gab es auf unserem Weg nicht viele.

Wir sind bis zum Deichknick hinter Pogum gelaufen und dann ausnahmsweise nicht an der Ems zurück, sondern durch die Felder. Das ist ein wirklich wunderschöner Weg. Natürlich waren wir dann auch noch in Ditzum an der Baustelle am Gasthof Rheiderland, am Wohnmobilplatz und im Hafen; unsere Route heute sah so aus:

Unser heutiger Spaziergang (Bild: Google Earth)

Zwei Stunden und knappe sechs Kilometer später waren wir wieder Zuhause, winddurchpustet und sonnengebadet. So ein Wochenanfang ist einfach nur herrlich.

Ein Klick auf die Bilder öffnet sie in groß

Zu meiner kleinen Teichhuhn-Geschichte muss ich Euch auch noch was erzählen. Ich habe die Bilder von der Lüttje Brügg aus gemacht; Dieter und ich können da stundenlang stehen und ins Wasser gucken – es gibt immer was zu beobachten. Die Lichtsituation ist da ein bisschen schwierig, so dass auch das Fotos machen schwierig ist; ich schieße deshalb dort immer Serien. Meine Kamera macht also ein Bild nach dem anderen, wenn ich den Auslöser gedrückt halte, und macht auch dementsprechende Geräusche.

Wir stehen also auf der Brücke, Dieter guckt ins Wasser und ich mache Serienbilder. Ein etwas älteres Paar geht an uns vorbei und sie sagt deutlich hörbar zu ihm: 'Was die da bloß fotografiert! Die will sich mit ihrem Kameragerattere doch nur wichtig machen, blöde Entenfotos interessieren doch keinen!' Darauf er total genervt: 'Dich vielleicht nicht, aber dich interessiert doch sowieso nichts.'

Das sind so Situationen, wo ich mich zum einen frage, warum Menschen manchmal so miesepetrig sind, und zum anderen, warum sie eigentlich zusammen sind. Wenn ich sowas mitbekomme, bin ich immer so froh und dankbar, dass es solche Lieblosigkeiten in meinem Leben nicht gibt.