Vierbeinige Verkehrsteilnehmer unterwegs - 4. Juli 2017

4. Juli 2017

Heute Morgen musste ich nach Jemgum. Das sind unglaubliche elf Kilometer – und ich habe mich so geärgert, dass ich meine Kamera nicht dabei hatte. Deshalb gibt es leider nur ein paar Handyfotos.

Was ich an diesem Stück Land hier so liebe, ist die unglaubliche Gelassenheit, die hier meistens herrscht. Aufregung, Hektik, Ungeduld? Das sind fast Fremdwörter. Das ist auch der Grund, warum ich immer ein Hörnchen kriege, wenn wir mal nach Leer müssen oder früher nach Oldenburg (Supergau – zum Glück müssen wir da inzwischen nicht mehr hin); mir ist es da viel zu unruhig, viel zu voll und ich fühle mich ganz furchtbar unwohl.

Auf meinem Rückweg von Jemgum war eine Herde vierbeiniger Verkehrsteilnehmer unterwegs; sie wechselten unter der aufmerksamen Obhut ihrer Besitzer von einer Weide zur einer anderen und mussten dafür ein Stück über die Straße, die natürlich blockiert war. Was machen die Autofahrer? Einfach nichts; sie warten ganz friedlich. Es hupt niemand, es schimpft niemand, es regt sich niemand auf – einfach klasse. Alle warten, bis die Kühe gut und sicher umgezogen sind, dann geht es weiter.

Ein Stück hinter den Kühen habe ich noch zweimal angehalten, weil der Himmel so schön war; in jede Richtung sah er anders aus.

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