6. August 2015

Ein Sommertag wie gemalt; schöner kann es eigentlich gar nicht sein. Dazu so niedriges Niedrigwasser, dass unsere kleine Fähre nicht in den Hafen fahren konnte, sondern am Außenanleger anlegen musste; das haben wir heute zum ersten Mal gesehen.

Am Emsufer neben dem Außenanleger tobte eine Gruppe Kinder im Schlick; direkt im Wasser waren sie nicht, aber doch sehr nah an der Wasserkante. Unsere Ems sieht idyllisch aus, ist aber strömungsmäßig sehr gefährlich; traurigerweise sind schon mehrfach Menschen in der Ems ertrunken, weil sie gegen die Strömung nicht anschwimmen konnten und Hilfe nicht rechtzeitig bei den Ertrinkenden war. Die Kindergruppe hatte eine Aufsichtsperson dabei, diese saß am Ufer und machte Fotos.

Das sind Situationen, wo ich immer nicht weiß, was ich machen soll. Soll ich den Aufsicht führenden Mensch ansprechen und darauf hinweisen, wie gefährlich die Ems ist? Mich, die ich Klugschei… gar nicht leiden kann, also wie ein selbiger verhalten? Oder einfach darauf vertrauen, dass die Aufsichtsperson das Risiko kennt, wobei dann die Erlaubnis, dass die Kinder am Wasser spielen, noch unverständlicher wird? Die Kinder hatten so viel Spaß, das sah und hörte man; sollte ich ihnen den wirklich verderben? Ein dämliches Dilemma.

Egal, wie ich mich entschieden hätte: Wohl hätte ich mich mit keiner Entscheidung gefühlt. Ich habe nichts gesagt.

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Ein Panoramabild vom fast wasserlosen Hafen habe ich auch noch:

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Hafenpanorama bei Niedrigwasser - 6. August 2015