Ein kleines Jubiläum: Der 500. Beitrag

Ich habe schon eine ganze Weile überlegt, ob ich aus dem 500. Artikel im Ditzum-Blog etwas Besonderes machen soll oder nicht. Gestern habe ich mich für einen klitzekleinen Rückblick entschieden und dazu, zwei Fragen zu beantworten, die ich immer wieder gestellt bekomme.

Für den kleinen Rückblick habe ich einige meiner ersten Bilder rausgesucht. Damals habe ich noch mit dem Handy fotografiert oder mit Dieters Kamera. Meine erste eigene Kamera habe ich im Mai 2013 bekommen, eine kleine Digitalkamera. Inzwischen bin ich dank Dieter bei einer Systemkamera angekommen und damit einfach selig.

Ein Klick auf die Bilder öffnet sie in groß

Eine nach Monaten sortierte Chronologie des Blockes von Anfang an findet Ihr übrigens hier.

Jetzt kommen die beiden Fragen. Normalerweise halte ich mich mit persönlichen Dingen ja sehr zurück; heute gibt es eine jubiläumsbedingte kleine Ausnahme.

  • Was ist eigentlich in dem Gepäck, das Du immer mit Dir rumschleppst?

    Diese Frage bekomme ich ganz oft gestellt. Es ist ganz einfach: In der kleinen Tasche, die ich vorne habe, ist meine Kamera, ein Wechselobjektiv, ein Tuch um die Linsen zu reinigen und mein Smartphone. In meinem Rucksack ist oben allgemeiner Krams und unten sind die beiden anderen Wechselobjektive, mein Mikrofon samt Puschel, eine Einkaufstasche (falls wir auf dem Rückweg noch unseren Supermarkt besuchen), und manchmal noch ein bisschen Krams von Dieter verstaut. Das ist das ganze Geheimnis.

  • Warum hältst Du Dich von allem fern und nimmst an nichts teil?

    Diese Frage bekomme ich so direkt eher selten gestellt, aber indirekt sehr oft. Ich weiß, dass dieses Verhalten nicht besonders gut ankommt und mir teilweise auch als Arroganz ausgelegt wird. Aber das bin ich ganz bestimmt nicht.Ich habe drei Hirntumore hinter mir, zum Glück gutartige. Alle drei sind operiert worden, 1988, 1989 und 1998. Die beiden ersten Operationen waren sehr unproblematisch, die dritte hat mich dann ziemlich aus dem Leben genommen. Seitdem brauche ich einen Haufen Medikamente, bin ich nicht mehr belastbar, habe manchmal Konzentrationsprobleme und baue bei zuvielen optischen oder akustischen Reizen ganz schnell völlig ab. Deshalb sind für mich eine vertraute Umgebung, ganz viel Ruhe und ein sehr gleichmäßiges Leben extrem wichtig.

    Bei mehr als drei Menschen um mich herum schaltet mein Gehirn ab; es ist dann so, als ob die Verbindung von Ohren und Augen zum Gehirn abgerissen ist und ich bin völlig überfordert. Selbst Besuch bekommen ist für mich ein Problem und telefonieren eine Katastrophe, weil ich da sofort reagieren muss, was mir oft sehr schwer fällt. Das ist der Grund, warum wir nirgendwo hingehen, an nichts teilnehmen und um mehrere Menschen immer einen Bogen machen: Es geht einfach nicht anders.

    Ich liebe das Leben, mit allen Einschränkungen. Ich finde immer, dass man nicht dem nachtrauern darf, was man nicht mehr kann, sondern sich an dem freuen soll, was man kann. Ich habe das Glück, an einem Ort zu leben, der mir all die Ruhe und Gleichmäßigkeit ermöglicht, die ich brauche, mit einem Menschen, der mich liebt und immer für mich da ist.

    Ich bin rundrum glücklich und zufrieden und möchte mit nichts und niemandem tauschen. Meine Krankheit hat mich dahin geführt, wo ich heute bin; ich möchte nicht so weit gehen zu behaupten, dass ich deshalb froh bin, sie zu haben – das wäre einfach nicht wahr. Aber sie hat mein Leben auf einen Weg gebracht, der sich als wunderschön heraus gestellt hat.

Zum Schluss möchte ich Euch noch unbedingt sagen, dass ich mich über jeden freue, der meinen Blog besuchen kommt. Über Eure vielen und so lieben Kommentare freue ich mich natürlich ganz besonders.

Deshalb von ganzem Herzen tausend lieben Dank an Euch alle, die Ihr meinen Blog seit nunmehr 500 Beiträgen aktiv oder passiv begleitet. Ich würde ihn vielleicht auch ohne Euch schreiben, aber mit Euch macht es einfach vielvielvielmehr Spaß.