Ein herausgeschnittenes Stück - mit Kletschboden. - 9. August 2017

Käsekuchen mit Olivenöl

Ja, Ihr habt richtig gelesen: Die Käsemasse des Kuchens mache ich mit Olivenöl – und es schmeckt herrlich!

'Normales' Öl habe ich schon seit vielen Jahren überhaupt nicht mehr im Haus, dafür aber drei bis fünf Sorten Olivenöl. Zum Backen nehme ich immer das 'Native Olivenöl Extra' von Gut & Günstig und finde es dafür sehr geeignet.

Das Original-Rezept stammt aus einem meiner alten Koch- und Backbuchschätzchen; es ist dieses Jahr 30 Jahre alt geworden: 'Backvergnügen wie noch nie' von Gräfe und Unzer. Das Buch gibt es heute noch als Nachdruck. Ich habe das Rezept ein bisschen abgewandelt (Olivenöl) und die Zuckermenge um ein Drittel reduziert; der Kuchen schmeckt so deutlich weniger süß als ’normaler' Käsekuchen, dafür aber durch das Olivenöl ein bisschen würzig.

Bei mir bleibt der Boden, seit ich nur noch mit Ober- und Unterhitze backe, immer ein bisschen kletschig, was dem Genuss allerdings keinen Abbruch tut.

Wichtig ist es, Käsekuchen vor dem Anschneiden immer sehr gut abkühlen zu lassen. Bei meinem ersten Käsekuchen, den ich vor ungefähr 36 Jahren zum ersten Besuch meiner damals zukünftigen Schwiegereltern gebacken hatte, wusste ich das nicht und habe den Kuchen warm angeschnitten. Wir haben ihn mit Löffeln aus Suppentellern gegessen. Dass die Ehe schief gegangen ist, lag allerdings nicht am Kuchen.

Ein Klick auf die Bilder öffnet sie in groß

Käsekuchen mit Olivenöl

  • 250 g Mehl
  • 125 g Butter in Stückchen
  • 1 Prise Salz
  • 30 g Zucker
  • 1 Eigelb
  • 2 Esslöffel Wasser
  • 750 g Magerquark
  • 200 g Zucker
  • 40 g Speisestärke
  • 1 Vanilleschote
  • 4 Esslöffel Olivenöl
  • 3 Eigelb
  • 4 Eiweiß

Alle Zutaten von Mehl bis einschließlich Wasser in eine Schüssel geben und mit den Knethaken des Handmixers krümelig kneten. Dann alles auf ein Brett kippen und mit den Händen glatt kneten. Man kann auch direkt mit den Händen anfangen, das mache ich persönlich aber nicht gerne und arbeite deshalb mit den Knethaken sozusagen vor. Aus dem Teig eine Kugel oder irgendetwas anderes formen, in Alufolie wickeln und im Kühlschrank deponieren.

Die Vanilleschote aufschlitzen und das Mark rauskratzen. Quark, Zucker, Olivenöl, Vanillemark, gesiebte Speisestärke und drei Eigelb in eine große Schüssel geben und mit dem Handmixer schaumig schlagen.

Den Backofen auf 175 Grad vorheizen. Ich habe Ober- und Unterhitze; bei Umluft eine etwas niedrigere Temperatur wählen.

Den Boden einer Springform mit Backpapier auslegen. Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und zwei Drittel davon auf den Boden der Springform drücken; am besten geht das mit den Händen. Das restliche Drittel in vier Teile teilen, aus jedem Teil eine Wurst rollen, die so lang ist, wie ein Viertel des Springformumfangs, dann die vier Teigwürste in die Springform an den Rand legen und dort hochdrücken. Dabei darauf achten, dass der Übergang von Bodenteig zu Randteig gut angedrückt ist.

Die vier Eiweiß zu sehr steifen Schnee schlagen (Schüssel und Quirle müssen fettfrei sein!) und mit einem großen Löffel (kein Schneebesen!) unter die Quarkmasse rühren. Die Quark-Eischnee-Masse in die Springform gießen und das Ganze auf der zweiten Schiene von unten ca. 50 bis 60 Minuten backen.

Wichtig: Den Backofen während des Backens NICHT öffnen! Den fertigen Kuchen im ausgeschalteten Backofen bei geöffneter Backofentüre abkühlen lassen; die Quarkmasse fällt dann nicht so arg zusammen.

9. August 2017

4 Kommentare zu “Käsekuchen mit Olivenöl

  1. Angelika

    Liebe Ursula, :bye:

    bei deinem Kuchen läuft einem ja das Wasser im Mund zusammen. Das alte Buch habe ich auch, ich muss doch mal wieder in die alten Bücher schauen.

    Liebe Grüße von Angelika

    • Liebe Angelika,

      das freut mich aber, dass der Kuchen lecker aussieht – das ist er auch wirklich :02:

      Ich liebe die alten Koch- und Backbücher; den modernen kann ich irgendwie gar nichts abgewinnen. Klar gibt es gute Ideen in ihnen, aber die Präsentation mag nicht. Diese total unnatürliche, künstliche und übertriebene Darstellung von Lebensmitteln finde ich furchtbar – und den Begriff 'Food Porn' dafür widerlich. Ich habe mich mal intensiver damit beschäftigt, wie diese Bilder gemacht werden und das wenigste auf den Fotos ist wirklich essbar – diesen tollen Glanz bei dunklen Saucen zum Beispiel kriegt man am besten mit einer bestimmten Sorte Motoröl hin :13:

  2. Hallo lieb Ursula :bye:
    Lecker der Käsekuchen esse ich gerne aber zur Zeit ist Pflaumenkuche angesagt :25:
    Hoffe ales OK bei Dir und Ehemann nun ist das Wetter nicht so toll wein ich auch bald nach
    Ditzum komme :zwinker:
    Wünsche Dir einen schönen Sonntag
    LG Waltraud :35:

    • Hallo Waltraud,

      Pflaumenkuchen mag ich gar nicht; ich mochte schon als Kind keine Pflaumen :26:

      Das Wetter ist immer noch sehr durchwachsen, aber so allmählich sind wir das ja gewöhnt :02:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

:01: 
:smile: 
:02: 
:bye: 
:05: 
:good: 
:08: 
:rose: 
:28: 
:24: 
:heart: 
:22: 
:23: 
:27: 
:04: 
:yes: 
:03: 
:mail: 
:brille: 
:whistle: 
:15: 
:zwinker: 
:11: 
:unsure: 
:10: 
:wacko: 
:12: 
:26: 
:scratch: 
:14: 
:traurig: 
:13: 
:09: 
:cry: 
:16: 
:25: 
:32: 
:33: 
:38: 
:36: 
:34: 
:20: 
:17: 
:18: 
:21: 
:29: 
:35: 
:31: 
:37: