Marmorkuchen ohne Marmor - 16. Juli 2017

Marmorkuchen ohne Marmor

Ich backe jetzt schon seit über 45 Jahren, aber bis heute habe ich nicht verstanden, wie man Marmor (oder besser Marmordesign) in den gleichnamigen Kuchen bekommt. Deshalb leben meine Lieben immer schon mit marmorlosem Marmorkuchen – er schmeckt ihnen aber trotzdem.

In den Rezepten steht immer, man müsse mit einer Gabel ’spiralförmig' durch die helle und die dunkle Teigschicht ziehen. Seit nunmehr fast 50 Jahren rätsele ich, wie das gehen soll. Versuche habe ich genug gestartet, aber das Ergebnis hatte mit Marmor wenig Ähnlichkeit. Deshalb ist mein Marmorkuchen marmorlos – und ich stehe dazu. Er schmeckt nämlich trotzdem ausgesprochen lecker.

Das ursprüngliche Rezept entstammt meinen hier schon näher beschriebenen Lieblingsbackbuch; ich habe es ein bisschen abgewandelt und – wie schon erwähnt – den Teil mit der Gabel und der Spirale ersatzlos gestrichen.

Marmorkuchen ohne Marmor

  • 300 g Margarine
  • 275 g Zucker
  • 4 Eier
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 1/2 Fläschchen Backöl Vanille
  • 500 g Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver
  • ca. 125 ml Milch
  • 60 g Kochkakao
  • 50 g Zucker
  • ca. 4 EL Milch

Den Backofen auf 175 Grad (ich habe Ober- und Unterhitze; bei Umluft etwas weniger) vorheizen. Eine große Gugelhupf- oder Ringform (ich backe in einer alten Weißblechform meiner Großmutter) mit Margarine auspinseln und mit Semmelbröseln ausstreuen.

Die Margarine mit dem Quirl sehr schaumig rühren; das dauert durchaus seine Zeit. Dann nach und nach immer ein Ei und etwas Zucker unterquirlen; das nächste Ei samt Zucker immer erst dann zugeben, wenn der Teig ganz glatt ist. Wenn Zucker und Eier komplett verrührt sind, das Salz, den Vanillezucker und das Backöl unterrühren.

Nun das Mehl mit dem Backpulver vermischen und in mehreren kleineren Portionen gründlich unterquirlen, dabei immer etwas Milch zugeben. Der Teig darf nicht zu feste sein.

Etwas mehr als die Hälfte des Teiges in die Backform füllen.

Unter den Rest des Teiges den Kochkakao, den Zucker und noch etwas Milch quirlen; der dunkle Teig muss die gleiche Konsistenz haben wie der helle. Nun den dunklen Teig auf den hellen Teig in die Backform geben und selbige für 50 bis 60 Minuten im Backofen backen. Nach ungefähr 15 Minuten den Kuchen rausnehmen und mit einem Messer die schon etwas feste Oberfläche des Kuchens rundum einschneiden, danach weiter backen.

Mit einem Holzstäbchen prüfen, ob der Kuchen fertig ist (lieber etwas zu lange als zu kurz backen), ihn dann in der Form auskühlen lassen und anschließend aus der Form stürzen. Ich lasse den Kuchen dann einfach so; er bekommt weder einen Schokoguss noch eine Puderzuckerdekoration; beides verfälscht den feinen Geschmack des Kuchens.

Der Kuchen lässt sich wunderbar einfrieren.

Guten Appetit

16. Juli 2017

2 Kommentare zu “Marmorkuchen ohne Marmor

  1. Hallo liebe Ursula, :rose:

    Erstmal vielen Dank für das Super Rezept, ich werde den Kuchen auf jeden Fall probieren. :heart:
    Ich werde auch versuchen, das Muster hin zu bekommen, sage dir dann Bescheid ob ich es hin bekommen habe. :02:

    Liebe Grüße Annie

    • Liebe Annie,

      da bin ich ja mal gespannt, ob Du das mit dem Marmorieren hinbekommst – mir fehlt dazu leider irgendwie eine Gehirnwindung :26: :27:

      Dass Du den Kuchen nachbacken möchtest, finde ich klasse! Ich bin mal gespannt, wie er Dir und Deinen Lieben schmecken wird :02:

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