Über den Wert der Unabhängigkeit

Veröffentlicht am 9. Juli 2018

Seit einiger Zeit hatte ich das sichere Gefühl, dass der Zeitpunkt kommen würde, an dem ich diesen Artikel würde schreiben müssen. Jetzt ist er da und Ihr bekommt ein bisschen was zu lesen, was nichts mit Ditzum zu tun hat, dafür aber umso mehr mit mir.

Für meinen Blog geht mir Unabhängigkeit über alles. Ich zeige, schreibe und erzähle hier, was ich will und was ich interessant finde, und zwar aus meiner subjektiven Sicht. Klar berichte ich auch Dinge, von denen ich vermute, dass Ihr sie interessant finden könntet, aber ich entscheide, worüber ich schreibe und was für Bilder ich zeige.

Für nichts, was ich hier mache, bekomme ich Geld oder Vergünstigungen. Auch für die Webseiten oder anderes, was ich bastele und/oder betreue, nehme kein Geld (auch nicht für das Betreuen der Seite des Verkehrsvereins oder das Basteln des Plakates für das Hafenfest); das würde sich vollkommen falsch anfühlen. Sogar den Preis für die Schafkalender kalkuliere ich so, dass ich damit keinen Gewinn mache; das möchte ich einfach nicht.

Manchmal fragen mich Leute, was es kostet, wenn ich Fotos für sie machen würde. Es kostet gar nichts, wobei ich immer individuell entscheide, ob ich einen Auftrag annehme oder nicht. Ich bin ja gesundheitlich nicht immer stabil und muss deshalb sehr darauf achten, dass mein Leben schön gleichmäßig bleibt und nicht zu unruhig wird.

Werbung gibt es in meinem Blog auch keine und es wird auch nie welche geben. Wenn ich zum Beispiel von unserem Supermarkt erzähle, unserem Baumarkt oder den diversen Baustellen im Dorf, dann mache ich das, weil ich Euch davon erzählen möchte. Nicht, weil mich jemand darum gebeten hat oder ich etwas davon hätte – das habe ich nämlich nicht. Das ist mir ganz wichtig, denn nur so bleibe ich unabhängig und habe die Möglichkeit, alles zu zeigen und zu schreiben, was ich möchte. Ich muss keinerlei Rücksicht auf irgendwelche Verpflichtungen nehmen, weil ich sie nicht habe.

Mein Blog ist kein Geschäftsmodell, sondern (etwas pathetisch ausgedrückt) mein Herzblut und meine Möglichkeit, Ditzum ein bisschen von dem zurückzugeben, was wir hier gefunden haben. Ich führe ihn furchtbar gerne und mit viel Liebe zum Detail, aber ich fühle mich nur wohl damit, wenn ich unabhängig bin und bleibe. Nur dann sind mein Blog und ich authentisch.

Warum ich Euch das erzähle? Hin und wieder gibt es Vorwürfe, die in die Richtung zielen, dass ich Ditzum für meinen eigenen Profit benutzen würde. Da gestern wieder so ein Vorwurf kam, gibt es nun heute diesen Text. Für die Menschen, die ich mich kennen, ist dieser Text vollkommen unnötig. Den anderen erhellt er vielleicht meinen Antrieb und meine Motivation dafür, wie und warum ich tue, was ich tue.